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Einkaufen, Preise und Mengen

Einkaufen: Orte, Haben Sie/Gibt es, Ich hätte gern/möchte/nehme, Akkusativ, Mengen, Preise, Kleidung/Größe, Kasse, Höflichkeit, Minidialog, Fehler und kurze Einkaufskarte.

1.Die wichtigsten Teile einer Einkaufssituation

Im Geschäft reichen oft wenige feste Muster. Darin setzt man Ware, Menge oder Preis ein: Ich hätte gern ..., Ich nehme ..., Was kostet ...?, Wie viel kostet ...?, Haben Sie ...?, Kann ich mit Karte zahlen?.

Eine typische Situation besteht aus vier Schritten: Ware finden → Menge oder Variante wählen → Preis klären → bezahlen.

Entschuldigung, haben Sie Äpfel?
Ja. Wie viele möchten Sie?
Ein Kilo, bitte.
Das macht drei Euro vierzig.

2.Wichtige Einkaufsorte

DeutschWas man dort oft kauft
der SupermarktLebensmittel, Getränke, Haushaltswaren
die BäckereiBrot, Brötchen, Backwaren
die MetzgereiFleisch, Wurst
der MarktObst, Gemüse, regionale Produkte
das KaufhausKleidung, Haushaltswaren, Waren aus verschiedenen Abteilungen
das Geschäft / der Ladenallgemeine Wörter für ein Geschäft
die DrogeriePflege- und Haushaltsprodukte
die ApothekeMedikamente und Gesundheitsprodukte

Auf A1 ist es besonders hilfreich, der Laden und das Geschäft als allgemeine Wörter für „Geschäft / Laden“ zu erkennen.

3.Personen und Teile des Geschäfts

Häufige Wörter: der Kunde / die Kundin, der Verkäufer / die Verkäuferin, die Kasse, der Eingang, der Ausgang, die Abteilung, das Regal.

Die Kasse ist dort vorne.
Der Verkäufer hilft mir.
Wo ist die Getränkeabteilung?

4.Nach einer Ware fragen: Haben Sie ...?

Eines der nützlichsten Muster: Haben Sie + Ware? Hier ist Sie die höfliche Anrede. Typische Antworten: Ja, natürlich., Ja, dort hinten., Leider nicht., Nein, im Moment nicht..

Haben Sie Milch?
Haben Sie Batterien?
Haben Sie diesen Pullover auch in Blau?

5.Nach dem Vorhandensein fragen: Gibt es ...?

Noch ein häufiges Muster: Gibt es hier + Ware? Haben Sie ...? ist eine direkte Frage an das Personal. Gibt es ...? ist eine allgemeinere Frage danach, ob etwas vorhanden oder an diesem Ort ist.

Gibt es hier frisches Brot?
Gibt es hier eine Toilette?
Gibt es diesen Schuh auch in Größe 42?

6.Fragen, wo eine Ware liegt

Wenn klar ist, was man braucht, aber nicht, wo es liegt: Wo finde ich ...?, Wo ist ...?. Häufige Richtungswörter: hier, dort, vorne, hinten, links, rechts, im ersten Stock.

Wo finde ich Reis?
Wo ist die Kasse?
Wo sind die Getränke?

7.Höfliche Bitte: Ich hätte gern ...

Eines der nützlichsten Einkaufsmuster: Ich hätte gern .... Die Bedeutung ist höflich „Ich hätte gern ...“. Auf A1 kann man es gut als fertige höfliche Formel lernen.

Ich hätte gern ein Brot.
Ich hätte gern zwei Brötchen.
Ich hätte gern 200 Gramm Käse.

8.Ich möchte ... und Ich nehme ...

Zwei weitere wichtige Muster: Ich möchte ... und Ich nehme .... Ich möchte ... drückt einen Wunsch aus. Ich nehme ... wirkt besonders natürlich, wenn die Wahl schon getroffen ist.

Ich möchte eine Flasche Wasser.
Ich nehme den schwarzen Pullover.
Ich nehme zwei Kilo Kartoffeln.

9.Kaufen, brauchen und suchen

Häufige Verben in der Einkaufssituation:

VerbBeispiel
kaufenIch kaufe Brot.
brauchenIch brauche eine Tasche.
suchenIch suche eine Jacke.
nehmenIch nehme zwei Flaschen.
bezahlen / zahlenIch zahle mit Karte.
kostenDas kostet fünf Euro.

Diese Verben reichen für viele Situationen auf A1.

10.Akkusativ bei Waren: einen, eine, ein

Nach kaufen, brauchen, nehmen, suchen steht die Ware oft im Akkusativ. Die wichtigste A1-Änderung: beim Maskulinum wird der unbestimmte Artikel ein im Akkusativ zu einen.

NominativAkkusativBeispiel
ein + MaskulinumeinenIch brauche einen Pullover.
eine + FemininumeineIch brauche eine Jacke.
ein + NeutrumeinIch brauche ein T-Shirt.

Vergleiche: der Pullover → einen Pullover, die Jacke → eine Jacke, das T-Shirt → ein T-Shirt.

11.Bestimmte Artikel bei der Auswahl

Wenn es um eine bestimmte Sache geht: der → den, die → die, das → das. Dieses Muster ist besonders hilfreich, wenn man auf eine Ware zeigt oder aus mehreren Optionen wählt.

Ich nehme den Pullover.
Ich nehme die Jacke.
Ich nehme das T-Shirt.

12.Menge: die wichtigsten Fragen

Für Mengen braucht man zwei wichtige Frageformen: wie viel? und wie viele?. wie viel steht meist bei Stoffmengen oder Dingen, die hier nicht als Einzelstücke gezählt werden. wie viele steht bei zählbaren Dingen im Plural.

Wie viel Milch brauchen Sie?
Wie viele Äpfel möchten Sie?

Kurz: wie viel + Stoff / Menge; wie viele + zählbare Dinge.

13.Stück

das Stück ist eine sehr nützliche neutrale Einheit: ein Stück, zwei Stück, drei Stück. Im Geschäft hört man oft einfach Zahl + Stück.

Ein Stück Kuchen, bitte.
Ich nehme drei Stück.

14.Gewicht: Kilo und Gramm

Besonders häufig bei Lebensmitteln: ein Kilo, ein halbes Kilo, 500 Gramm, 250 Gramm, 100 Gramm. Nach der Mengenangabe steht das Produkt oft ohne Artikel: ein Kilo Äpfel, 200 Gramm Käse.

Ein Kilo Äpfel, bitte.
Ich hätte gern 200 Gramm Käse.
Was kostet ein Kilo Tomaten?

15.Flüssigkeiten: Liter

Bei Getränken und anderen Flüssigkeiten: ein Liter, ein halber Liter, zwei Liter. Bei verpackten Waren ist oft die Verpackung selbst wichtiger: eine Flasche, ein Karton, eine Packung.

eine Flasche mit einem Liter Wasser
Ich brauche zwei Liter Milch.

16.Häufige Verpackungen und Behältnisse

EinheitBeispiel
die Flascheeine Flasche Wasser
die Packungeine Packung Reis
die Tüteeine Tüte Chips
die Doseeine Dose Tomaten
das Glasein Glas Marmelade
der Becherein Becher Joghurt
der Kartonein Karton Milch
die Schachteleine Schachtel Pralinen

Diese Wörter verbinden Ware und konkrete Menge.

17.Zahlen und Preise

Preise werden meist in Euro und Cent geschrieben: 1,00 €, 2,49 €, 10,99 €, 25,50 €. In der deutschen Schreibweise steht zwischen Euro und Cent meist ein Komma. Zum Beispiel: 2,49 € = zwei Euro neunundvierzig, 10,99 € = zehn Euro neunundneunzig.

In der gesprochenen Sprache wird das Wort Cent oft weggelassen, wenn aus dem Kontext klar ist, dass es um einen Preis geht.

18.Euro und Cent

Wichtig: ein Euro, zwei Euro, zehn Euro. Nicht: zwei Euros. In Preisangaben bleibt Euro meist unverändert. Man hört auch: fünfzig Cent, neunundneunzig Cent.

19.Nach dem Preis fragen

Hauptmuster: Was kostet ...?, Wie viel kostet ...?, Was kosten ...?, Wie viel kosten ...?. kostet steht im Singular, kosten im Plural.

Was kostet der Pullover?
Wie viel kostet das Brot?
Was kosten die Schuhe?
Wie viel kosten die Äpfel?

20.Preis pro Einheit

Bei Obst, Gemüse und manchen anderen Waren kann der Preis pro Einheit angegeben sein. Häufige Ausdrücke: pro Kilo, pro Stück, pro Liter.

Die Äpfel kosten 2,50 Euro pro Kilo.
Das kostet drei Euro pro Stück.
Was kostet das pro Kilo?

21.Billig, teuer und im Angebot

Nützliche Wörter: billig / günstig, teuer, im Angebot, reduziert, der Preis, der Rabatt. günstig klingt oft neutraler als billig, wenn man einen guten Preis meint.

Der Pullover ist im Angebot.
Das ist zu teuer.
Diese Äpfel sind günstig.

22.Kleidung: Farbe und Größe

Beim Kleidungskauf sind besonders nützlich: die Größe, die Farbe, klein, groß, schwarz, weiß, blau, rot, grün.

Haben Sie das in Größe M?
Haben Sie den Pullover auch in Blau?
Das ist zu groß.
Das ist zu klein.

23.Anprobieren

Bei Kleidung und Schuhen: anprobieren, die Umkleidekabine, passen.

Kann ich das anprobieren?
Wo ist die Umkleidekabine?
Die Jacke passt gut.
Die Schuhe passen nicht.

24.An der Kasse

Wichtige Wörter: die Kasse, bezahlen, zahlen, bar, mit Karte, der Kassenbon, die Tüte.

Ich möchte bezahlen.
Kann ich mit Karte zahlen?
Ich zahle bar.
Eine Tüte, bitte.

25.Das macht ...

An der Kasse hört man sehr oft Das macht .... Das bedeutet die Gesamtsumme. Möglich sind auch: Das sind 18 Euro 70., Zusammen 18 Euro 70..

Das macht 18 Euro 70.

26.Karte oder bar?

Zwei Hauptzahlungsarten: bar, mit Karte. Man trifft sowohl zahlen als auch bezahlen.

Zahlen Sie bar oder mit Karte?
Mit Karte, bitte.
Ich zahle bar.

27.Kassenbon und Tüte

Am Ende des Einkaufs können Fragen zum Bon und zur Tüte kommen. Mögliche Antworten: Ja, bitte., Nein, danke., Den Kassenbon bitte., Eine Tüte, bitte..

Möchten Sie den Kassenbon?
Brauchen Sie eine Tüte?

28.Wenn etwas unklar ist

Im Geschäft ist Nachfragen normal. Sehr nützliche A1-Sätze helfen, das Gespräch auch mit kleinem Wortschatz fortzusetzen.

Wie bitte?
Können Sie das bitte wiederholen?
Etwas langsamer, bitte.
Was bedeutet das?

29.Höflichkeit im Geschäft

Besonders wichtig sind vier kurze Wörter und Ausdrücke: Entschuldigung, bitte, danke, gern. Selbst eine kurze Bitte wirkt mit bitte oder Entschuldigung natürlicher.

Entschuldigung, wo finde ich Kaffee?
Ein Kilo, bitte.
Danke schön.
Gern.

30.Vollständiger Minidialog

Eine typische Situation zeigt die Hauptfunktionen zusammen: Ware finden, Preis fragen, Menge wählen und bezahlen.

Guten Tag. Haben Sie Erdbeeren?
Ja, natürlich.
Was kostet ein Kilo?
Vier Euro neunzig.
Dann nehme ich ein Kilo, bitte.
Sonst noch etwas?
Nein, danke.
Das macht vier Euro neunzig.
Mit Karte, bitte.

31.Sonst noch etwas?

Verkäuferinnen und Verkäufer fragen oft: Sonst noch etwas?, Noch etwas? — also ob noch etwas gebraucht wird. Typische Antworten: Ja, noch ..., Nein, danke., Das ist alles, danke..

Das ist alles, danke.

32.Ware umtauschen: nützliches Zusatzmuster

Wenn die Ware nicht passt, kann man hören: umtauschen, zurückgeben. Auf A1 reicht es, diese Ausdrücke als fertige Redemittel zu erkennen und zu nutzen. Konkrete Ladenregeln können unterschiedlich sein.

Ich möchte das umtauschen.
Ich möchte das zurückgeben.

33.Typische Fehler

FehlerFalsch / VerwechslungRichtig
ein statt einen beim MaskulinumIch brauche ein Pullover.Ich brauche einen Pullover.
Singular / Plural bei kosten—Das Brot kostet drei Euro. / Die Brötchen kosten drei Euro.
wie viel und wie viele verwechseln—Wie viel Milch? / Wie viele Flaschen?
zusätzlicher Artikel nach der Menge—ein Kilo Äpfel, 200 Gramm Käse, zwei Liter Milch
-s bei Eurozehn Euroszehn Euro

34.Kurze Einkaufskarte

FunktionNützliches Muster
Ware findenHaben Sie ...?
fragen, wo sie liegtWo finde ich ...?
höflich sagen, was man brauchtIch hätte gern ...
auswählenIch nehme ...
nach der Menge fragenWie viel ...? / Wie viele ...?
nach dem Preis fragenWas kostet ...?
bezahlenKann ich mit Karte zahlen?
nachfragenWie bitte?
Gespräch beendenDas ist alles, danke.

Diese Muster lassen sich mit vielen verschiedenen Waren kombinieren. In der Einkaufssituation wirken Zahlen, Pluralformen, Akkusativ nach kaufen / brauchen / nehmen, höfliches Sie, Fragewörter wo, wie viel, wie viele, Modalverb können in höflichen Fragen und Adjektive für Farbe, Größe und Preis zusammen.